Ascheberger Sprüch
Verlag: Paul Pattloch Verlag Aschaffenburg | Jahr: 1971
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Am Schpessartlug
Am Schpessartlug
Am Schpessartlug da hock ich gern
Un guck’ grad naus in’s Blaue,
Von nah’ bis in die weit’ste Fern’
Gibt’s Schöines blouß zu schaue.
De Aussichtstorm vom Kugelberg
Duht freindlich zu mer blinke,
Ganz dunkelblau die Schpessartberg
Siecht mer ganz hinne winke.
De griene Schmerlebacherwald
Rauscht schltolz mit seine Buche,
Termche von Johannesberg,
Des brauchste nit lang suche.
Von Hösbich duht manch’ Ziecheldach
Sou freindlich zu mer schpitze,
Da lääft die Aschaff sauber noch,
Ganz silbern duht se blitze.
’s Korn schtäiht schöi’, de Klee blieht rout,
De Mais duht sich scho’ schtrecke,
De Reps guckt dorch ’es Wiesegrien
Mit goldig gääle Flecke.
Die Sunne scheint vom Himmel blau
Uff all’ des klä’ Gewimmel,
Sie scheint mer mitte uff’n Bauch,
Ich mään’, ich wer’ im Himmel!
Hock ich allä uff seller Bank
Un träum’ mit off’ne Aage,
Dann denk’ ich - ja, was denk’ ich dann?
Des kann ich Eich nit sage!
Ich denk’ mer blouß: Wer zuviel denkt,
Des Schinnos sollt’ mer henke,
Heit’ bin ich blouß zum Gucke do
Un laß die annern denke!
Doch äns, des hot de Schpessartlug,
Des will mer ni’ gefalle,
Un wenn ich an des PIätzje kumm’,
Schteigt mer als uff die Galle.
Die Schpessartbank, die macht mer Qual
Wie kaum e annerer Ort,
Denn wenn ich hikumm’ - jedesmol
Hockt scho’ äner dort!