Ascheberger Sprüch
Verlag: Paul Pattloch Verlag Aschaffenburg | Jahr: 1971
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Die letzte Leinreiter
Die letzte Leinreiter
Klipp klapp, klipp klapp
Schebbert’s dorch die Schtraße,
Alles guckt und reckt die Kepp’,
Bube und Frabrase.
Macht ner uff die Fenster schnell,
Macht ner uff ’n Lade,
Hert mer nit die Reiterei,
Sein des nit Soldate?
Kummt e ganz klä’ Wächelche
Mit zwä derre Haider,
Houch im Sattel owwedruff
Seitlings hockt de Reiter.
Hot sei’ Klebche schebb im Maul,
Hot ’n blaue Kittel,
Schläft gemietlich uff sei’m Gaul,
Merkt nix vom Gerittel.
Grouße derre Schinnersgäul
Alt und wundgeschunne,
Zieche an de Batzeschtrick,
Schlampig zammgebunne.
Hame, Anker, Sääl’ un Kett’
Lieche drin im Wache,
Eßgescherr un Futtersäck’,
Wääß Gott was fer Sache!
Un am Wache hinne dran
Hänge noch zwä Haider,
Schlorche mied’ de annern nach,
Kumme kaum mehr weiter.
Guckt ner nach dem dolle Zug,
Merkt Eich die Geschtalte,
Seht se heit zum letzte Mal,
Sein nimmehr zu halte!
Klipp klapp, klipp klapp
Zieh’n die miede Haider
Jetz’ ’n Lehergrabe ’nab:
Leinreiter worn’s von Leider!