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Ascheberger Sprüch

von Gustav Trockenbrodt

Verlag: Paul Pattloch Verlag Aschaffenburg | Jahr: 1971

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Kapitel 31

O du guti alti Zeit!

O du guti alti Zeit!

Wenn de Schramme Anton uff de Mäbrück’ drunne

nach’m Mittagesse an de Brüstung leit,

Hert in Bort mer ’n brumme un oft garschtig schenne

uff die gottverflixte schlechte neie Zeit.

»Houl’ de Deifel glei’ die dumme neie Faxe,

was se Neies mache, is all’ iwwerzwerg,

Aus ’m Dämmer kammer doch kän’ Schtädter mache,

un aus Leider werd kä’ Lebtog Ascheberg!

Soll de Deifel glei’ die neie Mäbrück’ houle,

wou mer mittags sich sein ganze Bauch verschtaucht,

Weil zu bräät die Brüstung un zu scharf die Ecke,

weil die neie Mäbrück’ äfach nix mehr taugt!

Oh, wer bringt mer doch die gute alte Zeite,

unser altes Ascheberg nochmal zerick,

Wou mer Hinnern, Ellebougen, Daschemesser,

Alles blank gewetzt hot uff de alte Brück’!

Route Sandschtäbrück’, o dehste glei’ verrecke,

In de Brüstung bleibt mer mit de Schtiffel schtecke,

Will mer’s Messer wetze, is de Schtä zu sandig,

Will mer’n Mage wärme, is die Eck’ zu kantig,

Duht mer was, wou sonst nix wor debei,

Werd mer uffgeschriebe von de Bollezei!

Jou, fer was dann brauche mer ’en grouße Hafe,

Unser kläner duht noch lang ni’ iwwerlaafe,

Un ich - pfeif’ der uff den neie Dreckkanal,

Unser Schelch, die schwimme von allä zu Tal!

Oh, wer bringt mer doch die gute alte Zeite,

unser altes Ascheberg nochmal zerick,

Wou mer Hinnern, Ellebouge, Daschemesser,

Alles blank gewetzt hot uff de alte Brück’!«