Ascheberger Sprüch
Verlag: Paul Pattloch Verlag Aschaffenburg | Jahr: 1971
Wenn Sie das Buch lieber in der Hand halten möchten, können Sie es hier erwerben:
Oder laden Sie das Buch kostenlos als E-Book für Ihren E-Reader herunter:
Wie verwende ich eine EPUB-Datei?EPUB herunterladen
„Ascheberger Sprüch“ als E-Book für Ihren Reader.
Projekt Gutenberg unterstützen
Ihr Download startet.
Projekt Gutenberg lebt davon, dass Literatur frei zugänglich bleibt.
Mit Ihrer Unterstützung helfen Sie, diese Bibliothek zu erhalten und weiter auszubauen.
Im Buch suchen
Rege bringt Sege
Rege bringt Sege
Gäih’ ich ’mol die Schosseh ’naus,
Kumm’ ich an e Bauernhaus,
Guck’ ich ’nein,
Alles fein,
Schöi’ un kloor beinanner,
Neigebaut aus route Schtä,
Alles sauber, wunnerschö’,
Un des Vieh,
Sakradi!
Schenner äns wie’s anner!
Gäih’ ich aach am Schtall verbei,
Schtäih’n der do in äner Reih’,
Eng und dicht
Ausgericht’,
Uffgestellt die Dippe,
Guck’ ich in In Dippe ’nein,
Nix als Milch, zum Deixel nein!
’s gibt noch Geld
Uff de Welt,
’s Herz mecht’ äm do hippe!
Da uff ämol - wer denkt dran? -
Fängt’s ganz schö’ zu regne an,
Plitsch, platsch,
Gibt’s ’n Tratsch,
Die Dippe hawwe kä’ Deckel,
’s tratscht in alle Kanne ’nein,
De Bauer lacht, als mißt’s so sein,
Un in Ruh’
Guckt er zu
Mit de Hend’ im Seckel.
Un ich Äisel bin sou dumm,
Frag’ den Bauer: »Du, warum
Draus die Kann’
Läßte dann
Mit de Milch im Rege?«
Doch der zwinkert mit sei’m Aag’:
»Is der des e dummi Frag’!
Warum?
Darum!
Grad’ von dessentwege!«
Wer beim Pansche werd verwischt,
Der kummt in e böis Geschicht’,
Dem gäiht’s schlecht,
G’schieht’m recht
Grad’ von dessentwege,
Doch wer sich uff Gott verläßt,
Un ’n Himmel pansche läßt,
Der bringt’s weit
Mit de Zeit; -
Rege, der bringt Sege!