Ascheberger Sprüch
Verlag: Paul Pattloch Verlag Aschaffenburg | Jahr: 1971
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Beim Bader
Beim Bader
Zum Bader kimmt e Fraa gerennt,
Die is ganz newwe draus,
Man merkt er’s ou sie hot geflennt,
Ganz troustlos siecht se aus.
»0 Bader helft, ’s is höchste Zeit,
Mei’ Souhn hot’s böise Fieber,
Ich glaab’, es es die Schterbskrankheit,
Ich glaab’, mei’ Souhn gäiht niwwer!«
»Ja Fraa, wenn eier Sau so krank,
So nehmt eich halt die Mieh’
Un hoult beim Schafhert eich ’n Trank,
Der wääß was fer des Vieh.«
»0 Baader, da wor ich heit’ frieh.
Der hot mer zammegeriebe
Sou e Zeug, halb Brabbes un halb Brieh’,
Mei’ Souhn wär’ fast gebliebe!«
»Ner vun de Annern weg! ’s schteckt oun!
Un schütt’ e frisches Schtrouh!«
»Des hab’ ich alles scho’ getoun,
Des g’schieht ja sou wie sou!«
»Wie is mit ’m Fresse?« »Ich sag’ eich,
Er nimmt nix, duht nor schenne,
Er is ganz hääß und redt dumm Zeug
Un duht kän Mensch mehr kenne!«
»Was säigt er? Was? Wer redt dumm’ Zeug?
Ich glaab, ihr seid nit kloor!«
»Doch, doch, mei’ Souhn redt dummes Zeug,
Ja, meiner Sixt, ’s is wohr!«
Jetz’ merkt’s de Bader uff än Schlag
Un fährt des Fraache ou:
»Des kimmt vun eirer Bauernschprach’!
Nit die Sau, de Souhn, ja sou!«