Lafontaines Fabeln
MeistgelesenVerlag: Georg Bondi | Jahr: 1913 | Übersetzer: Ernst Dohm
Wenn Sie das Buch lieber in der Hand halten möchten, können Sie es hier erwerben:
Oder laden Sie das Buch kostenlos als E-Book für Ihren E-Reader herunter:
Wie verwende ich eine EPUB-Datei?EPUB herunterladen
„Lafontaines Fabeln“ als E-Book für Ihren Reader.
Projekt Gutenberg unterstützen
Ihr Download startet.
Projekt Gutenberg lebt davon, dass Literatur frei zugänglich bleibt.
Mit Ihrer Unterstützung helfen Sie, diese Bibliothek zu erhalten und weiter auszubauen.
Im Buch suchen
15. Der Hirsch und der Weinstock
Ein Hirsch, dem auf der Flucht ein Weinstock Schutz gewährte,
So dicht und hoch, wie da und dort er wohl gedeiht,
Barg sich darin und wähnt sich hier vom Tod befreit.
Die Jäger glauben nun die Hund' auf falscher Fährte
Und rufen sie zurück. Das Hirschlein frißt darauf
Gleich seinen Schützer ab – o Undank und Verderben!
Man hört ihn, kehrt alsbald zurück und jagt ihn auf!
Am selben Orte muß er sterben.
Er ruft: »Ich hab's verdient! Gerechtes Mißgeschick!
Lernt, Undankbare, draus!« Er fällt im Augenblick.
Die Meute braucht ihr Recht; umsonst mit Tränen wendet
Er an die Jäger sich, die bald zurückgekehrt.
Ein Bild des Mannes, der schamlos die Freistatt schändet,
Die Rettung ihm gewährt.