Lafontaines Fabeln
MeistgelesenVerlag: Georg Bondi | Jahr: 1913 | Übersetzer: Ernst Dohm
Wenn Sie das Buch lieber in der Hand halten möchten, können Sie es hier erwerben:
Oder laden Sie das Buch kostenlos als E-Book für Ihren E-Reader herunter:
Wie verwende ich eine EPUB-Datei?EPUB herunterladen
„Lafontaines Fabeln“ als E-Book für Ihren Reader.
Projekt Gutenberg unterstützen
Ihr Download startet.
Projekt Gutenberg lebt davon, dass Literatur frei zugänglich bleibt.
Mit Ihrer Unterstützung helfen Sie, diese Bibliothek zu erhalten und weiter auszubauen.
Im Buch suchen
15. Der Tod und der Unglückliche
Stets rief in seiner Not ein armer Mann
Den Tod als Retter an.
»Tod!« rief er »wie so schön erscheinst du dem Elenden!
Komm, eilig komm herbei, mein grausam Los zu enden!«
Der Tod vernimmt's und ist dienstfertig gleich am Ort,
Klopft an die Tür, tritt ein, und, kaum läßt er sich schauen
»Was seh' ich?« ruft der Mann. »Bringt dieses Scheusal fort!
Wie gräßlich ist er! Angst und Grauen
Macht mir sein Anblick! Höre mich,
Komm näher nicht, o Tod! O Tod, entferne dich!«
Mäcenas war ein Mann von Ehre,
Und dieser sagte einst: »Nehmt meine Mannheit ihr,
Ja, wenn ein Krüppel ich ohn' Arm' und Beine wäre,
Nur leben will ich ja! Laßt nur das Leben mir!«
Komm nimmermehr, o Tod! so fleht man stets zu dir.