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Lafontaines Fabeln

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von Jean de La Fontaine

Verlag: Georg Bondi | Jahr: 1913 | Übersetzer: Ernst Dohm

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Kapitel 122

17. Der Hund, der seinen Raub um ein Schattenbild fahren läßt

Hier ist alles eitel Schaum:
Nach 'nem Schatten sieht man jagen
So viel Narren, daß man kaum
Ihre Zahl vermag zu sagen.
Äsopens Hündchen mag für sie 'ne Lehre sein.

Der Hund sah seinen Raub sich spiegeln in den Wellen,
Er läßt ihn fahren um das Bild und springt hinein.
Plötzlich beginnt der Strom zu brausen und zu schwellen;
Mit aller Müh' erreicht das Ufer er
Und hat nicht Bild noch Beute mehr.