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Gedichte

von Friedrich Halm

Verlag: Max Hesse's Verlag

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Kapitel 80

Kapitel 80

An –

mit einem Gemälde.

Du siehst beim ersten Blicke, was ich meine! –
Der Sturm bricht los, den Mond deckt Wolkennacht;
Am Ufer bricht die Brandung sich mit Macht,
Der Leuchtturm aber strahlt mit hellem Scheine!

Das Meer, das schaumbedeckt am Felsgesteine
Unruhig aufwogt, kaum zur Ruh' gebracht,
Vor jedem Hauch zu neuem Groll erwacht.
Es ist mein Bild! – O wär' es nicht das meine!

Der Mond, der dämmernd dort aus Wolken blinkt.
Ist Poesie! – Du siehst wohl, er versinkt:
Wer weiß, glänzt je sein milder Strahl mir wieder?

Du aber bist des Leuchtturms Flamme dort,
Der Mond verlischt, sie aber funkelt fort
Und sendet Licht den dunkeln Fluten nieder.