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Das Teutsche Dichterroß

von Hanns Theodor Wilhelm Freiherr von Gumppenberg

Verlag: Verlag Georg D. W. Callwey | Jahr: 1918

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Kapitel 83

Beelzebub

Früh haben sich meine Süchte
Der Sünde zugewandt –
Es wühlte in meinen Blüten
Unsauberer Höllenbrand!

Meine Liebe ist vergiftet
Von wüster Liederlichkeit –
Meine großen schamlosen Augen
Flackern lasterbereit!

Ach, meine junge, ruhlos
Lauernde Seele weint,
Es rufen die lechzenden Lippen
Noch immer Freund und Freund . .

Zuletzt kommt einer gegangen,
Der lächelt zu meinem Schrei,
Und reißt mir mit kühlen Händen
Das heiße Hemd entzwei!

Der stillt mein verschmachtendes Bangen
Den greif' ich, wie nie ich mich hub,
In jauchzendem Lustverlangen:
Denn der heißt Beelzebub!

Nach Dolorosa (Maria Eichhorn)