Das Teutsche Dichterroß
Verlag: Verlag Georg D. W. Callwey | Jahr: 1918
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Vortrag
Ich singe ihnen meine Lieder vor,
Den Herzen aus Speckstein und Nagelfluh.
Der Blüthnerflügel
Vergießt Tränenströme,
Mein Herz schluchzt mit,
Das ganze Parkett wird naß.
Meine Stirn' bohrt sich in die Tasten,
Ich schau' nicht um:
Denn da hinten hocken
Lackierte Ölgötzen:
Rauchtopasaugen,
Iltiszähne,
Igelohren,
Aber doppelknöpfige Handschuhe
Ich spiele forte.
Crescendo,
Fortissimo –
Sie müssen!
Zuletzt schrei' ich, spring' auf,
Würge, übergebe mich ..
Da liegt's,
Blutrotzuckend,
Ein laatschiger, quatschiger Matsch –
Mein Herz!!
– Ich lächle betreten.
Die Ölgötzen klatschen ein bißchen.
Sie warten noch immer.
Ich würge weiter –
würge, würge ...
' raus!!
Aber es kommt nichts mehr.