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Das Teutsche Dichterroß

von Hanns Theodor Wilhelm Freiherr von Gumppenberg

Verlag: Verlag Georg D. W. Callwey | Jahr: 1918

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Kapitel 40

Die Attacke

Bä b ä bäbä bäh
Tä t ä tätä t ä h –
Klingt es nicht, als ob Trompeten
Zur Attacke tätterätähten?

Nein, die junge Schäferin
Gertet ihre Schafe hin;
Eins, zwei, drei, vier, fünf, sechs, sieben –
Keines ist zurückgeblieben.
Rackerchen du!
Und zur Ruh'
Setzt sie sich nieder
Auf den Stein,
Lüftet das Mieder,
Und richtet sich ein,
Mitten unter den lieben Schafen
Halb zu träumen und halb zu schlafen.

Bäh bä bäbä bäh –
Täh tä tätä täh ...

Aber da bummelt schon her der Junker,
Am Sturmhut die Klunker,
Mit flottem Geflunker,
Er hat erspäht,
Wo ein Röckchen weht,
Und denkt sich: Blitz –
Das gibt 'n Witz!

Das liebe Mädchen,
Schon eingenickt,
Erschrickt,
Aber nicht sehr:
Und er
Ist schon über sie her
Wie eine Bracke –
Bä b ä bäbäbäh,
Tä t ä tätätäh,
Marsch marsch, zur Attacke!
pianpi a no, fortf o rte,
Und ganz ohne Worte.

Ich kann nicht sagen, was weiter geschah,
Doch die Schafe bäbähten: Viktoria!

Nach Detlev Frhr. von Liliencron