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Dreizehntes Kapitel.
Der Maikäfer

Der Elf flog auf den grünen Wipfel der Linde, der im warmen Wind des schönen Tages sanft schaukelte, und seine Augen durchschweiften das weite Land bis an die Hügel hinüber, die den Horizont säumten. Unter ihm sangen die Vögel, und die Krone der Linde erbrauste von den Völkern der Bienen, ein erklingender grüner Lebensdom, in warmer Freiheit.

Er schloß seine Augen, von Sommerseligkeit überwunden, und breitete im Wiegen seine Arme aus, als ließe die schimmernde Welt sich umarmen. »Was soll ich tun,« flüsterte er, »was soll ich tun? Ach, ich bin sicher des Glücks nicht wert, das mir geschieht, in meiner Seele ist nicht Raum für die Fülle der Wohltaten, die mir zufallen.«

Ach, das Lächeln des Elfen möchte ich schildern können! Es war kaum zu sehen, ihr Lieben, wie sollen die freie Kinderherrlichkeit der Freude und die heimatlose Wehmut irdischen Geschicks in ein armes Wort gebracht werden? Wenn man sein helles Angesicht in diesem Leuchten sah, so mußte man unbedingt glauben, daß Gott es mit seinen Geschöpfen unendlich gut meint; es ging nicht anders.

Als das himmlische Kind nach einer Weile seine Augen aufs neue aufschlug, da war ihm, als sei die Erde mit ihren fernen Hügeln in der Runde ein grüner Kelch und der strahlende Himmel eine große, blaue Blume. Dieses Bild voll Glanz und Stille verwandelte sein Herz auf wunderbare Art, und ihm war zumut, als wäre er einst in seiner tiefsten Jugend so hell gebettet und so wohl geborgen gewesen wie nun. Es ist das Glück, das Glück, dachte er erzitternd, überall schafft es die Heimat. Und er erhob seine Stimme, in der strahlenden Erdenblume seines Traums, wandte sich an die himmlische Sonne und sang:

Schließ mich wieder ein in deine Freude,
deine Anmut, deinen hellen Sinn,
daß ich mich in deinem Glück bescheide
und empfinde, daß ich glücklich bin;

Daß ich selig deine Kräfte schaue
und des Herzens Trauer, wie ein Lied,
deiner Stille, deinem Licht vertraue,
deinen Glanz im fröhlichen Gemüt.

Keine Liebe hat mich überwunden,
so wie deine es am Morgen tut.
Sieh mich offen und zu dir gefunden,
und mach' meine Seele hell und gut.

Kaum war das Lied im grünen Glänzen verklungen, da rief jemand dicht neben dem Elfen: »Ausgezeichnet, famos! Sie haben eine Stimme, die sich hören lassen kann, mein Lieber! Sind Sie ein Engel?«

Der Elf mußte lachen, er konnte nicht anders. Dicht neben ihm saß auf einem Blatt ein Maikäfer und sah ihn mit großen Augen vergnügt an. Aber als er nun den Elfen lachen hörte, klappte er die Fächer seiner braunen Fühler zusammen und runzelte die Stirn.

»Warum lachen Sie?« fragte er ernst.

Der Elf grüßte ihn freundlich. »Ich war sehr überrascht,« sagte er, »deine Frage klang so ganz anders als mein Lied. Entschuldige nur, ich meinte es nicht böse.«

»Erwarten Sie, daß ich meine Frage singe, statt sie zu sprechen?« fragte der Käfer. »Aber wahrscheinlich haben Sie gelacht, weil ich immer noch da bin.«

»Du bist ja eben erst gekommen.«

»Nein, ich meine überhaupt. Blühen nicht schon die Linden? Um diese Zeit ist ein anständiger Maikäfer längst in der Erde, legt Eier oder ruht sich aus, je nachdem. Aber ich habe meinen guten Grund, noch zu zögern. Wollen Sie wissen, warum ich trotz der Hitze noch da bin?«

»O doch,« sagte der Elf, »das ist sicher interessant zu erfahren.«

»Gewiß, also hören Sie: Man hat mir dort unten auf der Waldwiese gesagt, es hielte sich hier in der Gegend ein Blumenelf auf, und ich möchte ihn kennenlernen. Erstens kommt unsereins nur alle vier Jahre auf die Erdoberfläche, und wie lange ein Elf braucht, ehe er wiederkommt, ist unbekannt. Eine solche Gelegenheit läßt man sich nicht entgehen, verstehen Sie?«

»Doch, doch«, sagte der Elf und lächelte. »Was versprichst du dir denn von dieser Bekanntschaft?«

»Das fragt sich noch,« meinte der Maikäfer, »ich muß erst sehen. Von den Elfen wird so viel erzählt, daß man kaum recht weiß, wo einem der Kopf steht. Ich bin für gescherte Anschauungen und möchte Klarheit haben. Das wunderbarste an diesen Geschöpfen ist, daß sie sich mit aller Kreatur unterhalten können, mit Blumen, Insekten, vierfüßigen Tieren und sogar mit dem Menschen. Sie wissen doch, daß wir Maikäfer mit dem Menschen viel verkehren?«

»Ich kann es mir denken«, meinte der Elf.

»Nun, Sie als Engel müssen es sich ja denken können.«

»Ich bin kein Engel«, sagte der Elf.

»Nun, was sollen Sie denn sonst sein? Ich war übrigens anfangs sehr erstaunt, als ich Sie sah, und habe mich lange gewundert; Sie sind ja geradezu lieblich! Aber Sie machen sich keine Vorstellung davon, an was alles ein Maikäfer sich gewöhnt. Haben Sie eine Ahnung. Man muß den Menschen kennen, um zu wissen, was möglich ist. Himmel und Wolkenbruch, unsereins hat unter Umständen etwas auszustehen! Es ist in der Hauptsache eine Folge unserer Beliebtheit.«

Der Elf mußte wieder lachen. Was gibt es für Gesellen, dachte er, und sein Herz war froh. Er war freundlich gegen den Käfer und hörte ihn an. Vielleicht kann ich etwas für ihn tun, dachte er, das wäre mir heute morgen besonders recht, wo doch alles umher in fröhlicher Fülle steht.

»Ja, der Mensch«, seufzte der Maikäfer, »fängt einen aus der Luft, mit der Hand; glauben Sie das?«

Der Elf nickte und verbarg sein Lachen.

»Man kann nachher sehen, wie man seine Flügel wieder in Ordnung bekommt, die vier. Ich habe nämlich vier Flügel, Sie wissen doch, nicht wahr? Sie haben, scheint mir, nur zwei, dafür sind sie aber weiß. Schöne Flügel übrigens, und sehr apart im Format. Nun, ich sprach vom Menschen. Er ist im Grunde gutmütig, ich werde nicht dulden, daß falsche Gerüchte über ihn verbreitet werden, es fehlt ihm nur an jeglichem Zartgefühl; merkwürdig ist bei ihm seine Vorliebe für unser Volk. Kommt der Mai, so verläßt er seine Behausungen, um uns zu finden, er schüttelt die Bäume und schaut nachher am Boden nach, ob wir heruntergefallen sind. Rührend ist sein Bemühen, später etwas mit uns anzufangen, es ist ihm aber noch nie gelungen. Er läßt uns in seiner Behausung fliegen und fängt uns wieder ein. Wozu wohl, glauben Sie, fängt er uns wieder ein? Bei Gott, nur um uns wieder auffliegen zu lassen! Er hört zu, wie wir summen, lacht und fängt uns wieder. Zuweilen läßt er uns auf einen anderen Menschen los, seltsam. Dieser andere Mensch weiß es nicht, er sieht und spricht arglos von irgendeiner Sache, weiß Gott wovon, die Menschen haben ja ungemein viele Interessen. Wir laufen an dem Menschen in die Höhe, was bleibt uns übrig? Es wird Ihnen bekannt sein, daß man von erhöhten Punkten am besten abfliegen kann, und das will man doch, wozu sollte man auf einem fremden Menschen sitzenbleiben? Nun kommt eine Stelle am Menschen, weiß der Kuckuck, was mit dieser Stelle los ist, aber kaum hat man sie im Klettern berührt, da brüllt der Mensch auch schon auf und schlägt um sich. Einige springen sogar. Wenn unsereins diese Stelle wüßte, mein Lieber, er würde sie natürlich vermeiden, aber woher soll man wissen, wo diese Stelle ist?«

Der Elf lachte hell auf, es ging ein solcher Frohsinn von seinem Lachen aus, solch freie Heiterkeit, daß der Maikäfer mit einstimmen mußte.

»Nun ja,« sagte er endlich, »jetzt lacht man darüber, aber in solchen Lagen, wie ich sie eben geschildert habe, ist einem anders zumute. Man kann erschlagen werden, mein Lieber.«

»Was du da vom Menschen erzählst,« sagte der Elf nach einer Weile, »bezeichnet ihn nicht. Ich glaube, wenn die Menschen fröhlich und sorglos sind, so brechen heimlich die Glücksquellen ihrer Jugend in ihrer Brust auf, und sie werden wie Kinder. Die Erfahrungen, die du oder deine Gefährten gemacht haben, sind nur ein argloses Spiel der Menschen.«

»Ich danke,« sagte der Maikäfer, »ein argloses Spiel, bei dem ich unter Umständen einen Flügel einbüßen kann, bei dem es möglich ist, daß ich platt geschlagen werde wie eine Wanze, oder das mich im schlimmsten Fall mein Leben kostet, sehe ich anders an als Sie.«

»Wenn du sonst am Menschen nichts siehst, sonst nichts von ihm weißt, so wirst du ihm dies freilich schwer verzeihen«, meinte der Elf.

»Der Mensch soll aus der Luft greifen, was er will,« entgegnete der Maikäfer, »aber nicht mich.«

Der Elf lachte. »Du mußt nicht glauben, mein Lieber, daß ich den Menschen ohne Grund in Schutz nehme, ich kenne ihn gut und liebe ihn sehr.«

»Nun ja, Sie als Engel …«

»Ich bin kein Engel, mein Lieber.«

»Nun, was sollen Sie denn sonst sein? Fragen Sie übrigens, wohin Sie kommen und wen Sie wollen, überall werden Sie Klagen über den Menschen hören. Gehen Sie zu den Vögeln, den Fischen, den Waldtieren oder den Ameisen, nirgends werden Sie das Lob der Menschen vernehmen. Oft ist mir, als ginge es wie ein Seufzen durch die ganze Kreatur, aber das werden Sie wahrscheinlich nicht verstehen. Ich bin viel nachdenklicher, als Sie glauben.«

»Doch,« sagte der Elf, »ich verstehe dich, und du hast ganz recht, aber nicht der Mensch ist schuld daran. In jenes Seufzen, das du zu hören glaubst, in die Angst und in den Schmerz aller Kreaturen dringt auch seine Klage, denn er ist, wie ihr alle, den irdischen Geschicken unterstellt und hat gegen Bedrängnisse, Elend und Tod nicht mehr Mittel als ihr. Er erwacht zum zeitlichen Leben, freut sich der himmlischen Sonne, Lachen und Weinen wiegen seine Seele, wie Tag und Nacht seinen Leib, und einst kehrt er zurück ins Dunkel der Erde, der Mutter, wie ihr alle.«

»Aber etwas muß den Menschen doch von allen anderen Geschöpfen unterscheiden, mein Lieber, wenn denn schon einmal wahr sein soll, daß er nicht schuld an unserem Unglück ist. Ich will es Ihnen glauben. Daß er sterben muß, weiß man ja, das ist bekannt, und wenn die Hauptsache stimmt, dann wird wohl auch das andere richtig sein. Sehen Sie, deshalb hätte ich so gern den Elfen getroffen, der vieles wissen soll, ich würde ihn gefragt haben: Was unterscheidet den Menschen von allen anderen Geschöpfen?«

»Ich will es dir sagen«, antwortete der Elf. Er sah bewegt in die Weite, denn er hörte ein leises Rauschen in der Linde und dachte an Traule.

»Sie? Nein, nein, mein Lieber«, entgegnete der Käfer. »Sie als Engel sind parteiisch. Es ist doch bekannt, daß sich die Engel der Menschen annehmen, daß sie gut von ihnen denken und das Beste mit ihnen im Sinn haben.«

»Glaubst du nicht, daß solche Leute, die das Beste im Sinn haben, die Wahrheit eher wissen als andere?«

»Also sind Sie doch ein Engel!« rief der Maikäfer triumphierend, und der Elf lachte.

»Ich bin es nicht,« sagte er, »aber ich will dir nun verraten, wer ich bin; ich hätte es schon getan, wenn du mir Gelegenheit dazu gelassen hättest. Ich bin der Elf, den du suchst.«

»Nein, so was!« rief der Käfer. Er schaute den Elfen an, und seine Augen glänzten. »Ach nein,« sagte er ganz still, »so ist es mir doch passiert, was ich wollte, wie schön ist das.« Er besann sich und atmete auf: »Hoffentlich nehmen Sie mir die Verwechslung nicht übel«, sagte er schüchtern. Und nach einer Weile des Schauens fuhr er fort: »Nun liegt es ja auch anders mit meiner Frage. Wenn Sie also so freundlich sein wollen und mir antworten?«

»Ich will es tun, so gut ich kann,« sagte der Elf, »aber du kannst ruhig du zu mir sagen.«

»Ich werde es versuchen«, antwortete der Käfer.

Ein paar Bienen kamen in ihre Nähe und grüßten.

»Ein Elf, ein Blumenelf!« riefen sie. Unten schaukelten sich Schmetterlinge über dem Korn, und hoch im Blauen zog ein großer Raubvogel seine stillen Kreise. Nirgends war ein Wölkchen zu sehen, es war ein unbeschreiblich schöner Tag. Klingen und Jubeln füllte die Luft, die von goldener Wärme flimmerte. »Schöner wird es nicht mehr im Jahr«, sagte der Elf. Es war, als schmiegte er sein helles Angesicht in das Glänzen, das ihn einhüllte, und er faltete die Hände, derweil der Wipfel des alten Baums, sein zartestes Reis im Blauen, ihn wiegte.

»Sicher weißt du alles Schöne,« meinte der Maikäfer, der ganz entzückt war, je länger er den Elfen betrachtete, »so sprich mit mir vom Menschen. Es ist wahr, ich habe nicht eben Gutes von ihm gesagt, aber du wirst zugeben, er hat auch seine schlimmen Seiten, dieser Große mit den aufrechten Schultern und dem weißen Angesicht. Wir fürchten ihn, verstehst du das nicht? Nicht alle nehmen ihr Geschick mit so viel Humor wie ich.«

Der Elf schien nicht recht zugehört zu haben; mitten aus seinem Sinnen heraus unterbrach er seinen braunen Nachbarn:

»Was den Menschen unterscheidet von allen anderen Wesen der Erde, hast du mich gefragt; darüber, Lieber, ist viel nachgesonnen worden, manche haben es bestritten und geglaubt, er sei im Grunde wie jedes lebendige Geschöpf, nur vollkommener. Aber das ist nicht wahr, es kann nicht wahr sein, in alle Ewigkeit nicht! Was ihn hoch über alle Kreaturen stellt, ist seine Vernunft.«

»Was ist das?« fragte, der Käfer.

»Es ist sein freier Wille, groß und gut zu sein nach seinem Maß«

»Aber glaubst du denn wirklich, Elf, daß alle Menschen ihn haben?«

»Ich weiß es nicht,« antwortete nach einer Weile der Elf sinnend, »so genau kenne ich sie noch nicht, aber ich glaube, daß, wenn nur einmal ein Mensch es von ganzem Herzen und in Wahrheit gewesen ist, daß das ganze Geschlecht der Menschen damit entschuldigt wäre.«

»Ach, da sieh einer, wie du denkst!« rief der Maikäfer, »so könnte ja nach deiner Meinung ein Mensch dadurch, daß er aus freiem Willen groß und gut handelt, wie du sagst, gleich eine ganze Reihe anderer Menschen von ihren Schandtaten freisprechen.«

»Ja,« sagte der Elf einfach, »so ist es. Du kannst ja nicht ahnen, du kleines Tier, welch eine unfaßbare Fülle von Glanz und Lebenswärme schon aus einem guten Herzen erstrahlen kann. Seine Wirkung ist nicht immer erkennbar, wie die Erscheinungen, welche unsere Augen treffen, oder wie die Gegenstände, die unsere Hände berühren, aber es ist wahr. Sieh, Lieber, das macht die Hoheit des Menschen aus, seine Würde, und das unterscheidet ihn von allen Lebendigen der großen Schöpfung, daß er den freien Willen hat, das Gute zu tun. Das macht ihn Gott ähnlich.«

»Ach,« sagte der Maikäfer, »nun sprichst du von Gott, ich weiß nichts von Gott.«

»Das ist auch nicht nötig,« antwortete der Elf und lächelte, »wenn Gott nur etwas von dir weiß.«

»Tut er das?« fragte das kleine Tier erstaunt.

Der Elf sah ihn ernst und liebreich an: »Bist du nicht einst glücklich und wohlbestellt zum Leben erwacht?« fragte er, »fandest du nicht Tag für Tag alles, was du zu deiner Erhaltung brauchtest; schien nicht die warme Sonne in deine frohen Stunden, und heilte die kühle Nacht im Schlaf nicht auch deine Sorgen? Schau' den Schimmer deiner schönen, starken Flügel an, das Geschick deiner Glieder und den gesunden Wohlstand deiner Sinne. Ist nicht für alles liebevoll gesorgt, dessen du bedarfst, und du fragst mich, ob Gott deiner gedacht hat?«

Es war eine Weile still; der Käfer schaute sinnend in die Weite der hellen Welt, dann sagte er:

»Du machst mein Herz so froh.«

Aus den Büschen unten am Bach klang der Gesang eines Waldvogels, von den Föhren wehte im linden Windhauch ein harziger Duft herüber, es war den Bäumen wohl in der warmen Sonne. Unermüdlich summten die Bienen in den Lindenblüten.

»Sieh nun,« sagte der Elf, »so gedenkt Gott all seiner Geschöpfe, auch der verborgensten und kleinsten, es ist keines, dem er sich nicht zuneigt, aber dadurch unterscheidet sich der Mensch von ihnen allen: er kann sein Haupt auch zu Gott emporheben.«

»Ich bin doch wirklich ein glücklicher Kerl,« antwortete der Maikäfer, »habe ich mir nicht gleich gesagt: du mußt mit dem Elfen sprechen, davon werdet ihr beide etwas haben! Es ist auch ungemein angenehm für mich, daß ich in der Lage bin, dir Glauben schenken zu können. Ich glaube nämlich alles sofort, was mir gefällt.«

Die Augen des Elfen verirrten sich in heimatloser Seligkeit im Himmelsblau, und mit einem Lächeln, das ihn weit mit sich fortzutragen schien, sagte er:

»Du seltsamer Geselle. Aber du und alle, die deiner Art sind, seid ohne Sorge …

Es war, als habe er niemanden angeredet, seine Worte klangen voll Hoffnung, und es lag eine Verheißung in ihnen, als gäbe es in hellen Fernen ein Reich, freier und herrlicher als selbst die Vernunft.


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