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Gottlieb Conrad Pfeffel: Poetische Versuche

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von Gottlieb Konrad Pfeffel

Verlag: Wilhelm Haas | Jahr: 1789

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Kapitel 281

Die Rache.

Gehetzt vom Geist der Meuterey,
Der Frankreichs Herz durchwühlt, vermaß in seinem Grimme
Ein Heer von Bauern sich[In der Provinz Quercy.] , mit fürchterlicher Stimme
Den Herrn des Dorfs für seine Tiranney,
Mit Schwerdt und Feuer zu bestrafen
Der Pfarrer selbst stimmt in der armen Sklaven
Verzweiflungsvollen Anschlag ein.
Jetzt Freunde! ruft er aus, ihr dürft, ihr sollt euch rächen!
Ich selbst will euer Führer seyn,
Nur müßt ihr eidlich mir versprechen
Zu thun, was ich. Schnell schien die ganze Flur
Nur Eine Hand zum Eid empor zu heben.
Der Priester sprach den feyerlichen Schwur,
Das Volk sprach nach: »Ich schwöre . . . . zu vergeben.«
Bey diesem Worte sank der Meuter braune Hand,
Sie weinten und ihr Zorn verschwand.