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Unschenierte Gedichtcher von eme alde Frankforder

von Karl Ettlinger

Verlag: Georg Müller | Jahr: 1916

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Kapitel 26

Schopenhauer

Ich dank Derr, Arthur, viel Belehrung.
Wann ich die Hälft' nor Scharfsinn hätt!!
Du hast mei allerdiefst Verehrung,
Doch ach, mei Lieb, die hast de net!

Bewunnern muß ich wohl Dei Wisse,
Dei logisch Unerbittlichkeit,
Doch werd der Mensch dabei verbisse.
Was nutzt's en dann, daß er gescheit?

Was nutzt's, die Schöpfung dorchzuhechle?
Ich bin da annerscht ganz wie Du:
Ich habb gelernt, im Stille lechle,
Ich guck der Welt verseehnlich zu.

Ich bin kää Wieterich, kää böser.
Weh dhut merrsch, wie Du diefverletzt
Die Weiwercher, die sieße Ööser,
So ungalant erunnersetzt!

Stets denk ich merr, wann ich gelese,
Was Du uns von de Weiwer lehrst:
Du wärst die größt' Xantipp' gewese,
Wann Du e Weib gewese wärst
!