Unschenierte Gedichtcher von eme alde Frankforder
Verlag: Georg Müller | Jahr: 1916
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Frankforder Mädercher
Ich halt's ganz ääfach net mehr aus,
Ich muß es konstatier'n!
Es muß emal aus merr eraus,
Sonst dhu ich explodier'n!
Unn wann die Welt vor Neid werd hin,
Wann se verblatzt, verspringt:
Die Mädercher aus Frankfort sin
Die beste ubedingt!
Die mache derr kään lange Stuß,
Nadierlich is ihr Sinn.
E echter Sachsehäuser Kuß,
Da leiht noch ebbes drin!
Se sin so frech, so reizend frech,
Unn allweil bei Humor.
Se flistre Blech, so liewes Blech
Ihr'm Schätzi in sei Ohr.
Die annern Mädcher zier'n sich bloß,
Sie awwer babble frei:
»Ei, kimm doch her, du goldig Oos!«
– Da werd's ääm warm dabei!
So Mädcher, wie die unsern sin,
Haww ich noch kää geseh',
Drum hocke merr im Herze drin
Ääch Sticker acht bis zeh'!