Unschenierte Gedichtcher von eme alde Frankforder
Verlag: Georg Müller | Jahr: 1916
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Des Heidelberger Schloß
Altheidelbersch, Du feine,
Du Schdadt an Ehre reich,
Fast möcht merr driwwer weine,
Du mechst ja scheene Streich!
Mei Angst war eigeschläfert:
Des Schloß bleibt hibsch unn fei!
– Unn jetz werd's doch verschäfert Nämlich vom Baurat Schäfer renoviert.,
Da schlag der Dunner drei!
Der Schornstää unn die Dächer
Sein ganz verrenoviert.
Es werd ääm schwach unn schwächer,
So schee is ausgefiehrt!
Die Fenster unn die Nische
Die wer'n jetzt frisch vernäht,
– Ich guck schoo, wie derrzwische
» Frisch aagestriche« schdeht.
Perkeo, dhu Dich drehe
Im Grab (ich dreh mich mit)
Unn dhu dann ufferschdehe.
Dann heer, ich habb e Bitt:
» Dhu merr Dei Fässl schenke
Gefillt mit burem Sekt:
Ich mecht' im Wei erdränke
Die Wut, wo in merr schdeckt!«