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Unschenierte Gedichtcher von eme alde Frankforder

von Karl Ettlinger

Verlag: Georg Müller | Jahr: 1916

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Kapitel 15

Goldig

Was Frankfort Schee unn Gutes kennt,
Was em so recht gefällt,
Was em Vergniege mecht, des nennt
Es »goldig« uff der Welt!

Wie »goldig« der Caruso singt!
Ei, klatsche merr Applaus!
Wie »goldig« die Elektra klingt!
Wie »goldig« is der Strauß!

Wie »goldig« is des Rodeln, Ski'n!
Merr mecht sich kaan Begriff!
Wie »goldig« is der Zeppelin!
Wie »goldig« is sei Schiff!

Draus, im Zoolog'sche, des Kamel,
Wie »goldig« is des Viech!
Wie »goldig« malt der Raffael!
Wie »goldig« spielt die Triesch!

Mei Nerve sin gesund unn stark!
Doch wann ich »goldig« heer,
Des fährt dorch Glidder merr unn Mark,
Des Wörtche schmerzt mich sehr!

Wann ääner mich en »Esel« schennt,
Do lach' ich driwwer fort,
– Doch wann mich ääner » goldig« nennt,
Dann, Kinner, gibbt's 'n Mord!