An seine MagdalisMagdalene Eleonore Jachmann, zuerst stilisiert Magdalis oder Olorene genannt, dann Lenchen und in der reifsten Zeit meist Leonore
An seine MagdalisMagdalene Eleonore Jachmann, zuerst stilisiert Magdalis oder Olorene genannt, dann Lenchen und in der reifsten Zeit meist Leonore
Mein Kind, ich bin der Huld nicht wert, Die mir von deiner Hand so häufig widerfährt. Drum zürne nicht, wenn ich Mich in dies seltne Glücke Nicht, wie ich sollte, schicke, Und glaube sicherlich: Würdiget dein Gnadenstrahl Meine Lippen noch einmal, Deinen schönen Mund zu küssen, So werd ich fürchten müssen, Daß nicht die Wollust dieser Zeit Durch ihre Süßigkeit Mir die Lust zum Himmel raube Und ich der Gegenwart mehr als der Zukunft glaube.
Johann Christian Guenther: Gedichte · Johann Christian Günther
Kapitel 2: An seine MagdalisMagdalene Eleonore Jachmann, zuerst stilisiert Magdalis oder Olorene genannt, dann Lenchen und in der reifsten Zeit meist Leonore
An seine MagdalisMagdalene Eleonore Jachmann, zuerst stilisiert Magdalis oder Olorene genannt, dann Lenchen und in der reifsten Zeit meist Leonore
Mein Kind, ich bin der Huld nicht wert, Die mir von deiner Hand so häufig widerfährt. Drum zürne nicht, wenn ich Mich in dies seltne Glücke Nicht, wie ich sollte, schicke, Und glaube sicherlich: Würdiget dein Gnadenstrahl Meine Lippen noch einmal, Deinen schönen Mund zu küssen, So werd ich fürchten müssen, Daß nicht die Wollust dieser Zeit Durch ihre Süßigkeit Mir die Lust zum Himmel raube Und ich der Gegenwart mehr als der Zukunft glaube.