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Alexander Schöppner: Bayrische Sagen

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von Alexander Schöppner

Verlag: Verlag Lothar Borowsky | Jahr: 1979

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Kapitel 231

Steinklopfer bei Dettelbach

Mehrere Handelsleute gingen einmal miteinander nach Mitternacht von Dettelbach nach Würzburg zur Messe. Unterwegs gewahrten sie in der Ferne ein Licht und hörten nach und nach ein Klopfen. Da sagte einer von ihnen: »Das ist der Steinklopferle, der sich oft sehen läßt.«

Als sie näher kamen, erblickten sie einen Mann, der auf einem Steinhaufen saß und klopfte. Er hatte einen dreieckigen Hut so tief ins Gesicht herabgedrückt, daß man dieses nicht sehen konnte, und ihm zur Seite befand sich eine Laterne. Als sie an ihm vorübergehen wollten, zerbarst die Laterne, und er selbst verschwand mit einem Geschwirr wie von einem Trupp aufgescheuchter Vögel.

Es soll dies ein verwünschter Siebener (Feldgeschworener) sein, der unredlich Marksteine setzte oder sie verrückte.