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Die kleine Lulu

von William Russell

Verlag: Verlag von Robert Lutz

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Kapitel 44

Erklärungs-Tafel.

Schiff

Achtern, achteraus

Schiffsausdruck für hinten.

Anbrassen

Stellung der Raaen in den möglichst spitzen Winkel zum Mast des Schiffes, wenn die Windrichtung dem Kurse ganz oder teilweise entgegengesetzt ist.

Aufgeien

Das Aufholen der Raasegel vermittelst der Geitaue beim Segelbergen.

Aufschießen

Das Aufhängen oder Niederlegen des Tauwerks in gleichmäßigen Buchten.

Außenklüver

Das vorderste (dreieckige) Segel, siehe Zeichnung.

Back

Das erhöhte Deck auf dem vorderen Ende des Schiffes, siehe Zeichnung.

Backbord

Die linke Seite des Schiffes.

Backschlagen

Das, bei plötzlich eintretendem konträren Winde, stattfindende Rückwärtsblähen der Segel.

Bark

Ein dreimastiges Segelschiff, ebenso getakelt wie das auf der Zeichnung mit Ausnahme des hintersten Mastes, der keine Raaen und keine Bramstenge sondern nur eine Gaffel hat und nur zwei Segel fühlt, den Besan und darüber das, auf der Zeichnung nicht vorhandene dreieckige Gaffeltopsegel.

Barre

Eine quer vor einem Hafeneingang liegende Sandbank.

Besan

Das hinterste (trapezoidförmige) Segel, siehe Zeichnung.

Besanmast

Der hinterste Mast einer Bark.

Block

Der Kloben eines Flaschenzuges.

Bram-Raa

Die zum Bramsegel gehörige Raa.

Bramsaling

Gerüst zwischen der ersten und zweiten Verlängerung eines Mastes, siehe Zeichnung.

Bramsegel

Das zweithöchste Raasegel an jedem Mast, siehe Zeichnung.

Bramstenge

Die oberste Verlängerung des Mastes, siehe Zeichnung.

Brassen

Die, von den Enden der Raaen an Deck führenden Taue, die zum Stellen der Raaen nach dem Winde dienen.

Brigg

Ein zweimastiges Segelschiff, wie Zeichnung in der Verkürzung unter Wegfall des mittelsten Mastes.

Bug

Der, nach der Spitze zu, auf beiden Seiten sich verjüngende Teil des Schiffes.

Bugspriet

Der, von der Spitze des Schiffes schräg nach vorne stehende Mast.

Coffeynagel

Pflock aus Holz, Eisen oder Messing zum Festmachen des Tauwerks.

Davit

Eiserner Träger zum Anhängen und Aufhissen der Boote.

Dollbord

Oberer Rand eines Bootes, der zur Aufnahme der Dollen (Ruderpflöcke) dient.

Ducht

Querbank ein Bootes.

Fahren

Im seemännischen Sprachgebrauch die Thätigkeit des Schiffsführers. z. B. »Er fährt das Schiff.« Daher auch »er hat gefahren« statt »er ist gefahren.«

Fall

Tau resp. Kette, womit ein Segel in die Höhe gezogen (beigesetzt) wird.

Fock

Das unterste Raasegel des vordersten Mastes, siehe Zeichnung.

Fockmast

Der vorderste Mast eines drei- oder zweimastigen Schiffes.

Gaffel

Eine, vom Mast aus schräg nach hinten stehende Segelstange, siehe hintersten Mast der Zeichnung.

Galjonsbild (Schiffsbild):

Eine hölzerne Figur vorn über dem Vordersteven und unter dem Bugspriet, die Bezug auf den Namen des Schiffes hat.

Geitau

Zum Aufholen der Raasegel dienendes Tau, das von der unteren Ecke (Schoot) des Segels durch einen an der Mitte der Raa befestigten Block an Deck geleitet wird.

Gieren

Abweichen des Schiffes von seiner Kurslinie nach beiden Seiten hin, veranlaßt durch hohen Seegang oder schlechtes Steuern.

Gording

Ein zum Zusammenschnüren der Raasegel dienendes Tau.

Großmast

Der mittelste Mast eines Dreimasters und hintere eines Zweimasters.

Großsegel

Unterstes Raasegel am Großmast.

Hals

Die, zum Festhalten der vorderen unteren Ecke eines Segels dienende Vorrichtung, Tau oder Kette.

Heck

Das äußerste Hinterteil des Schiffes.

Hoftau

Starke Taue zur Stütze der Untermasten, die auf beiden Seiten des Schiffes an den Rüsten befestigt sind.

Janmaat

Seemännischer Ausdruck für Matrosen, bei der Marine »Kuli«.

Jochleinen

Die zum Steuern eines Bootes dienenden Leinen, wenn nicht mit einer Pinne gesteuert wird.

Kap

Tunnelartiger Aufbau über, unter Deck führende Treppen.

Kielwasser

Der, sich hinter einem in Fahrt befindlichen Schiffe, auf dem Wasser bildende Streifen.

Killen

Das, bei vollstehenden Segeln eintretende Zittern, wenn der Wind etwas mehr von vorne kommt.

Klau

Das zunächst dem Mast befindliche Ende einer Gaffel.

Klüver

Dreieckige Segel innerhalb des Außenklüvers, siehe Zeichnung.

Klüverbaum

Verlängerung des Bugspriets, siehe Zeichnung.

Knoten

Eine Seemeile gleich einer viertel geographischen Meile, siehe Logg.

Koje

Fest eingebautes Bettgestell.

Kombüse

Schiffsküche.

Krahnbalken

Kurze, auf beiden Seiten des Buges hinausragende Balken, an denen die Anker aufgehißt werden.

Krängung

Der Neigungswinkel des Schiffes nach der Seite hin.

Kreuzmast

Der hinterste Mast eines Vollschiffes, siehe Zeichnung.

Laufendes Gut

Alles zur Bedienung der Segel erforderliche Tauwerk.

Lee

Die, vom Wind abgewendete Seite des Schiffes.

Leesegel

Bei günstigem Winde beigesetzte Segel. Dienen dazu, die Segelfläche der Marssegel und Untersegel auf beiden Seiten zu vergrößern.

Leesegelspieren

Auf beiden Seiten der Unterraaen angebrachte Stangen zum Aufhissen der Unterleesegel und zum Ausholen des Oberleesegelschoot.

Legerwall

Land an der Leeseite des Schiffes in gefahrdrohender Nähe.

Lenzen

Platt vor dem Winde, d. h. mit dem Winde direkt von hinten segeln.

Lenz schlagen

Die Pumpen schlagen Lenz, wenn kein Wasser im Schiff ist.

Lichtschacht

Über der Kajüte befindlicher Aufbau mit Fenstern.

Logg

Dient zur Messung der Fahrgeschwindigkeit des Schiffes. Besteht aus Loggrolle, Leine, Schiffchen und Sandglas. Das Loggschiffchen ist ein hölzerner unten mit Blei beschwerter Kreissektor, der so an der Leine befestigt ist, daß er durch den Druck des Wassers an derselben Stelle gehalten wird, während das Schiff vorwärts segelt und die Leine sich von der Rolle abwickelt. Das Sandglas läuft 15 Sekunden und die Leine ist mit Knoten versehen, deren Entfernung von einander den 240sten Teil einer Seemeile beträgt. Die Anzahl der, von der Rolle in 15 Sekunden ablaufenden Knotenlängen entspricht also der Anzahl von Seemeilen, die das Schiff in einer Stunde zurücklegt.

Lot

Leine und Blei zur Messung der Wassertiefe. Unseemännisch: Senkblei.

Lugger

Kleineres ein- oder mehrmastiges Segelfahrzeug mit schrägen Raasegeln. Nach seinen Segeln benannt, die die Form einer Lug (Ohrenklappe) haben.

Luven

Das Schiff mehr gegen den Wind halten.

Luward

Zu Luward ist die dem Winde zugekehrte Seite des Schiffes (luvwärts).

Mars

Gerüst um die Untermasten vor der ersten Verlängerung derselben, unseemännisch: Mastkorb, siehe Zeichnung.

Marsraa

Unter- und Obermarsraa, die zweite und dritte Raa eines jeden Mastes, stehe Zeichnung.

Marssegel

Zweite und dritte Raasegel, siehe Zeichnung.

Nehrholer

Zum Niederholen eines Segels dienendes Tau.

Nock

Das sich verjüngende äußerste Stück an beiden Enden einer Raa oder am Ende des Klüverbaumes.

Notsignal

Bei Tage umgekehrte Nationalflagge z. B. roth-weiß-schwarz. Bei Nacht Kanonenschläge, Raketen oder Flackerfeuer.

Ölzeug

Kleider aus geölter Leinwand zum Schutz gegen Regen und Sturzsee.

Pantry

Eigentlich Speisekammer. Auf Schiffen Anrichteraum.

Pardunen

Starke, steifgesetzte Taue, die auf beiden Seiten der Masten und Stengen angebracht sind und zur Stütze derselben dienen.

Pick

Äußerstes Ende einer Gaffel.

Pütze

Schiffseimer.

Quarter

Der auf beiden Seiten des Hecks sich nach unten hin verjüngende Teil des Schiffes.

Quarterdeck

Hinterer Teil des Decks.

Raa

Quer am Mast angebrachtes Rundholz; dient zur Befestigung und zur Stütze der Raasegel. Die Raaen sind der Reihenfolge nach von unten nach oben: Unterraa, Unter- und Obermarsraa. Bramraa und Royalraa. Die Unterraa am Fockmast heißt Fockraa, am Großmast Großraa und am Kreuzmast Bargienraa. Die übrigen Raaen werden je nach den Masten, zu denen sie gehören, durch die davorgesetzte Sylbe Vor- resp. Groß- oder Kreuz- näher bezeichnet. Siehe Zeichnung.

Raasegel

Trapezförmige Segel an den vorstehenden Raaen. Siehe Zeichnung.

Raumen

Der Wind raumt, wenn er mehr nach hinten herum geht und dem Kurse des Schiffes günstiger wird.

Reeder (Rheder)

Schiffseigentümer.

Reeling

Oberer Rand der Schanzkleidung oder Geländer.

Reff

Ein Reff einstecken oder reffen heißt ein Segel kleiner machen, was zum Beispiel bei den Marssegeln in der Weise geschieht, daß die Refftaljen ausgeholt werden und die Reffzeisinge um Raa und Segel zusammengeknotet werden.

Reffzeising

Kurze Leinen, mit denen der Teil des Segels zusammengeknotet wird, um den es beim Reffen kleiner gemacht werden soll.

Registerton

Eine Registerton = 2,8 Cubikmeter.

Riemen

Dient zum Rudern eines Bootes. Unseemännisch Ruder.

Rose

Wichtigster Teil des Kompasses, eine kreisrunde Scheibe, deren Peripherie in 32 Striche und die entsprechende Anzahl halbe und viertel Striche eingeteilt ist. Unterhalb derselben ist eine Anzahl leichter Magnetstäbe (Nadeln) angebracht und zwar parallel mit der auf der Rose markierten Nord-Süd-Linie.

Routine

Schiffsordnung.

Royal

Das höchste Raasegel, auf Kriegsschiffen Oberbramsegel genannt.

Ruder

Dient zum Steuern eines Schiffes oder Bootes. Unseemännisch Steuer.

Rüsten

Eiserne, an der Außenseite des Schiffes angebrachte Klammern, die zur Befestigung der Hoftaue dienen.

Schandeckel

Stufenförmige Erhöhung und Verstärkung des Decks an der Schanzkleidung entlang.

Schanzkleidung

Brustwehrartige Erhöhung der Schiffswände auf beiden Seiten des Decks.

Scheeren

Durchziehen einer Leine durch einen Block.

Schiffsbild

siehe Galjonsbild.

Schooner

Zweimastiges Segelschiff ohne Raaen (Gaffelschooner) oder nur am Fockmast mit Raaen versehen (Topsegelschooner).

Schoot

Tau oder Kette, womit die hintere untere Ecke eines Segels festgehalten wird, bei Raasegeln die beiden unteren Ecken.

Schott

Bretterwand auch eiserne Wand.

Schralen

Der Wind schralt, wenn er nach vorne herumgeht und dem Kurse des Schiffes ungünstiger wird.

Schwanenhals

In Form eines solchen gebogenes Rundeisen, dient als Träger der Unterraaen und verbindet dieselben mit dem Mast.

Slopkiste

Kiste mit Kleidungsstücken und Ausrüstungsgegenständen für die Mannschaft.

Speigatt

Auf beiden Seiten des Decks in der Schanzkleidung angebrachte Löcher, die zum Ablaufen des Wassers dienen.

Spiere

Jede Art von Rundhölzern, wie Masten, Stengen, Raaen, Gaffel u. s. w.

Spill

Ankerspill, Winde zum Ankerlichten. Gangspill, trommelförmige aufrechtstehende Winde.

Stag

Starkes Tau, gewöhnlich aus Stahldraht, führt von der Spitze der Masten und Stengen schräg nach vorne an Deck hinunter und dient zur Stütze. Siehe Zeichnung.

Stagsegel

Alle dreieckigen Segel auf der Zeichnung.

Stehendes Gut

Alles zur Stütze der Masten, Stengen und Raaen dienendes Tauwerk, also Stagen, Pardunen, Hoftaue u. s. w.

Stenge

Erste Verlängerung des Mastes.

Steuer – über

Das Schiff geht über Steuer d. h. rückwärts.

Steuerbord

Rechte Seite des Schiffes.

Steuermann

Schiffsoffizier, engl. mate, Gefährte (des Kapitäns), franz. le second, der zweite (Kapitän). Der englische und französische Ausdruck kennzeichnet die Stellung des Steuermanns besser als der deutsche, da man bei diesem fälschlich annehmen kann, es sei der Mann gemeint, der das Schiff steuert.

Steven

Vordersteven und Achtersteven sind die Stücke des Schiffes, in denen die Seitenwände des Schiffes vorne und hinten zusammenstoßen.

Steward

Aufwärter. Der engl. Ausdruck wird auf deutschen und skandinavischen Schiffen beibehalten.

Südwester

Helmartiger Hut aus geölter Leinwand zum Schutz gegen Regen u. s. w.

Takelage

Das gesamte Tauwerk eines Schiffes; also laufendes und stehendes Gut.

Talje

Ein Flaschenzug.

Tonnengehalt

Das Gewicht, welches ein Schiff zu laden im stande ist. Eine Gewichttonne beträgt 1000 Kilogramm und entspricht ungefähr einer halben Registertonne.

Tümmler

Seemannsausdruck für Schweinfische; bei der Marine Spitznamen des Seesoldaten.

Untersegel

Die drei untersten Raasegel, stehe Zeichnung.

Verfangen

Ablösen.

Vierkant

Vierkant brassen heißt die Raaen rechtwinklig zum Mast stellen, wenn der Wind direkt von hinten ist.

Volkslogis

Wohn- und Schlafraum der Schiffsmannschaft.

Vollschiff

Dreimastiges vollgetakeltes Schiff, siehe Zeichnung.

Wache

Eine Hälfte der Schiffsmannschaft. Die »Wache zur Koje« ist dienstfrei und muß nach vier Stunden die »Wache an Deck« ablösen.

Wanten

Bestehen aus Hoftauen und Webleinen und dienen zum Hinaufsteigen der Mannschaft und zur Stütze der Masten.

Webleinen

Quer über die Hoftaue befestigte, parallel zu einander laufende Leinen. (Strickleiter.)

Wricken

Fortbewegen eines Bootes mit einem einzelnen Riemen durch Hin und Herdrehen desselben.

Zwischendeck

Zweites, in der halben Höhe des Schiffsraumes befindliches Deck.

Zurren

Festbinden.

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