Die letzte Sichel des verfallnen Mondes am Himmel Roms in der Johannisnacht hab ich erlebt und früher nicht geruht, bis ich für mich den Sinn erdeuten konnte.
Ich habe neue Menschen liebgewonnen – und silbern zum Gedenken steht nun da die letzte Sichel des verfallnen Mondes am Himmel Roms in der Johannisnacht.
Mein Leben denk ich auch. – Es ruht der Blick auf den Gesimsen schweigender Paläste. Da färbt sich die Colonna morgenrot, die Schwalben werden wach – und schon verblaßt die letzte Sichel des verfallnen Mondes.
Otto Erich Hartleben: Gedichte · Otto Erich Hartleben
Die letzte Sichel des verfallnen Mondes am Himmel Roms in der Johannisnacht hab ich erlebt und früher nicht geruht, bis ich für mich den Sinn erdeuten konnte.
Ich habe neue Menschen liebgewonnen – und silbern zum Gedenken steht nun da die letzte Sichel des verfallnen Mondes am Himmel Roms in der Johannisnacht.
Mein Leben denk ich auch. – Es ruht der Blick auf den Gesimsen schweigender Paläste. Da färbt sich die Colonna morgenrot, die Schwalben werden wach – und schon verblaßt die letzte Sichel des verfallnen Mondes.