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Otto Erich Hartleben: Gedichte

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von Otto Erich Hartleben

Verlag: S. Fischer Verlag | Jahr: 1911

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Kapitel 153

Die Fackel

So tauchte die Fackel empor aus tiefer, tiefer Nacht,
und meine Hand, die Linke, hielt den Fackelschaft.
Sie trug und hielt das Feuer hoch und ließ den Sturm
getrost zerfetzen diese Flamme, die doch nimmer starb.

Im Tale lagerte die kalte Finsternis.
Viel scheue Augen wachten da und sahen her
zu mir, weil ich die Leuchte in der Linken trug.
Doch selber sah ich nur die Mücken in dem roten Glanz,
die Eintagsfliegen, die sich flatternd in den Schein gedrängt –
und ahnte nicht, wie meine Fackel drunten wohl
weithin vergöttert wurde wie ein Sternenlicht.