← Zurück zur Startseite

Otto Erich Hartleben: Gedichte

Meistgelesen

von Otto Erich Hartleben

Verlag: S. Fischer Verlag | Jahr: 1911

Wenn Sie das Buch lieber in der Hand halten möchten, können Sie es hier erwerben:

Oder laden Sie das Buch kostenlos als E-Book für Ihren E-Reader herunter:

Wie verwende ich eine EPUB-Datei?
Kapitel 154

Der Abenteurer

Hier ist das Land. So rudert denn den Kahn zurück
und meldet den Gefährten: Ich betrat mein Reich,
als Fürsten sehen sie mich wieder oder nie. –
Was steht ihr noch und zaudert? Laßt mich nun allein,
allein mit meinem guten Schwert und meinem Roß –
nun werb ich in der Fremde mir die eigne Schar.
Lebt wohl! – Dem wandelbaren Meere kehr ich heut
den Rücken zu, mein Auge sucht die Burgen auf,
in deren Mauern sich der Feige sicher fühlt.
Mein Auge sucht am Horizonte seinen Feind.

Der Huftritt meines Rosses klingt an morsch Gebein,
an Menschenschädel – mich zu schrecken sind sie wohl
vom Schicksal auf des Reiches Schwelle ausgestreut?
Zerstampfe sie, mein Schwarzer, stampfe über sie hinweg:
Sie waren nicht, der ich bin – darum fielen sie.