Ludwig Preller: Römische Mythologie
MeistgelesenVerlag: Weidmannsche Buchhandlung | Jahr: 1858
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Neunter Abschnitt. Die Götter des feurigen Elements.
Es gehören dahin Volcanus als Gott der Naturkraft des Feuers, welche beseelend und bildend, aber auch zerstörend wirkt, und Vesta, die Göttin der Feuerstätte, sofern sie für das menschliche Leben die Bedingung aller Ansiedlung und veredelten Häuslichkeit ist, auch die Göttin der Altarflamme, welche von der Erde zum Himmel emporweist. Beide zusammenNach Dionys. II, 50 verehrte sie schon T. Tatius zusammen. Dagegen ist die Zusammenstellung bei Liv. XXII, 10 die griechische., in mancher Hinsicht aber auch Volcanus allein, erinnern sehr an den indischen Agni (ignis), den Feuergott der Veden, welcher gleichfalls sowohl die leuchtende, erwärmende und verzehrende Macht des Feuers als der Feuergott des Altares und des häuslichen Heerdes, also des Familienlebens und des Gottesdienstes überhaupt ist. Der Vesta gesellen sich im römischen Cultus die freundlichen Haus- und Heerdgeister der Penaten, welche sie auch in das öffentliche Leben des Gemeindeheerdes hinüberbegleiten.