Gedichte
Verlag: F. A. Brockhaus | Jahr: 1874
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14.
(Sonett.)
Mein Kind, was zweifelst du an meiner Redlichkeit,
Die ihres gleichen doch in deiner Brust verspüret?
Wo meiner Adern Blut nur einen Tropfen führet,
Der sich nicht tausendmal vor dich zu sterben freut,
So wünsch' ich ihm den Fluch, den Ebals Ebal, Berg des Fluches, vgl. 5 Mos. 27. Felsen dräut,
Und Kain's Fuß erfährt; der Stern, so mich regieret,
Und dessen Trieb in mir die reine Glut gebieret,
Folgt nicht wie ein Planet dem Wechsel dieser Zeit.
Mein Sinnbild ist ein Ring, der Denkspruch: Sonder Ende.
Denn wer nicht ewig liebt, der liebet nimmermehr;
Mein Engel, giebst du nun dem Argwohn kein Gehör,
So lege mir dein Herz in die getreuen Hände.
Ich sichre sichern, versichern., diesen Schatz wird deinem Saladin
Kein Räuber, kein Verlust, auch nicht der Tod entziehn.