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Die Facezien des Poggio Fiorentino

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von Gian Francesco Poggio Bracciolini

Verlag: Georg Müller | Jahr: 1906 | Übersetzer: Hanns Floerke

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Kapitel 42

40. Antwort desselben Minaccio, der ein Spieler war.

Nachdem derselbe Minaccio einmal etliches Kleingeld und sein Wams im Würfelspiel verloren hatte (er war nämlich arm), saß er weinend vor der Tür einer Schenke. Ein Freund, der ihn so traurig in Tränen sitzen sah, fragte ihn: »Was hast du?« »Nichts«, antwortete Minaccio. »Warum weinst du also, wenn du nichts hast?« »Nur darum, weil ich nichts habe,« entgegnete Minaccio. »Ja aber,« fragte der andere verwundert, »warum weinst du dann, wenn du nichts hast?« »Gerade aus diesem 47 Grunde,« beharrte Minaccio, »weil ich nichts habe, weine ich.« Jener meinte, Minaccio weine um Nichts, dieser aber weinte, weil ihm infolge des Spiels nichts mehr übriggeblieben war.