Alexander Schöppner: Bayrische Sagen
MeistgelesenVerlag: Verlag Lothar Borowsky | Jahr: 1979
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Rosental
Auf der Landstraße von Grünstadt nach Göllheim gelangt man bei Kerzenheim auf schmalem Waldweg in ein enges Tälchen, in dem etwa dreiviertel Stunden waldeinwärts das graue, gotische Türmlein des ehemaligen Klosters Rosental aus dem Schatten der Bäume trauernd hervorragt. Eberhard II., Graf von Eberstein, und seine Gattin Adelinde waren seine Stifter. Der Name soll aus dem Wappenschild der Grafen von Eberstein, die eine Rose in weißem Feld führten, entlehnt worden sein.
Dagegen hielten die Nonnen zu Rosental an der Sage, es seien, als man mit dem Bau des Klosters mitten im Winter beschäftigt war, blühende Rosen in den Gesträuchen gefunden und daher dem Kloster der Name beigelegt worden.
Es war im Jahre 1298, als der unglückliche Kaiser Adolf von Nassau auf dem Feld bei Göllheim den Tod fand und darauf im Kloster Rosental beigesetzt wurde.