Alexander Schöppner: Bayrische Sagen
MeistgelesenVerlag: Verlag Lothar Borowsky | Jahr: 1979
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Albertus Magnus von Lauingen (2)
Die Königin blickt durchs Fenster, ein Jüngling stand da drauß'; Er kam und blieb zu Nachte, und als der Tag anbrach: Sie nahm ihn bei den Händen und führt' ihn auf ein Brett, Hinein in ein tiefes Wasser warf ihn das falsche Weib, So waren's ihrer neune, die Zahl war viel zu klein; Der schaut in ihre Herze durch seine Schwarze Kunst, »Neun Knaben seh' ich schweben hier in der Kammer herum, Die Königin wurde zornig, ließ ihm binden Fuß und Hand: Und wie sie ihn geworfen tief in den Meeresgrund, »Wer ihn ermordet, ich gebe mich ihm mit Leib und Blut!« Und wie der Jüngling winket, da werden zu Vögeln die Pfeil – Den Vögeln in die Schnäbel er seine Brieflein band; Sie flogen über die Heide, wohl über Stadt und Land, |