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Alexander Schöppner: Bayrische Sagen

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von Alexander Schöppner

Verlag: Verlag Lothar Borowsky | Jahr: 1979

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Kapitel 1317

Die Schwedenwacht

Zwischen dem Spittlertor und dem Hallertörchen in Nürnberg hat man oftmals um Mitternacht einen schwarzen Hund, hinter diesem einen Kriegsmann in Schwedentracht gesehen, der einen Kanonenlauf auf den Schultern trug. Die Wachtposten kannten und fürchteten ihn, weil er allzeit Lärm schlug, wenn er eine Wache schlafend antraf. Da ist es dann geschehen, daß der Geist das Schilderhaus mit Kot beworfen oder gar umgeworfen hat; einmal soll er sogar das Schilderhaus mitsamt dem schlafenden Soldaten tief unten in den Stadtgraben hingestellt haben.

Dieser Geist soll ein schwedischer Kanonier gewesen sein, der auf seinem Posten bei der Kanone geschlafen und so großes Unglück über seine Landsleute gebracht habe.