Unartige Musenkinder
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Ludwig Eichrodt (1827–1892)
Bürgerlicher Wolfgang
Herz, mein Herz, was ficht dich an,
Daß dirs flummrig ist?
Sprich, warum, woso, wie, wann,
Wo dich was verdrießt.
Ach, ob auch schon tausendmal
Lieschen ich geküßt,
über aller Zahlen Zahl
Schwindelt mein Gelüst.
Hab ich auch so oft und lang
Sie im Arm gefühlt,
Meine Flammen sind noch lang,
Lange nicht gekühlt.
Denn es ist so gut und wahr,
Was mich führt zu ihr,
Hat sie doch so ganz und gar
Sich ergeben mir.
Hat sie doch so ganz und gar
Mir das Herz gerührt,
Ist doch alles wunderbar,
Selbst wie sie sich schnürt.
Ach, dem Monde zürn ich, der
Ihr ans Lager schleicht,
Und – säh ich sie nimmermehr,
Stürbe ich vielleicht!
Versprechen
Mein Herz erglüht in Träumen,
Es sprudelt launetoll,
Wie Becher überschäumen,
Herrlichen Weines voll.
Die Nacht ist angebrochen,
Die feierliche Nacht,
Von der du mir versprochen,
Daß sie mich glücklich macht!