Für d'Chinderstube
MeistgelesenVerlag: Verlag am Orell Füssli & Cie.
Wenn Sie das Buch lieber in der Hand halten möchten, können Sie es hier erwerben:
Oder laden Sie das Buch kostenlos als E-Book für Ihren E-Reader herunter:
Wie verwende ich eine EPUB-Datei?EPUB herunterladen
„Für d'Chinderstube“ als E-Book für Ihren Reader.
Projekt Gutenberg unterstützen
Ihr Download startet.
Projekt Gutenberg lebt davon, dass Literatur frei zugänglich bleibt.
Mit Ihrer Unterstützung helfen Sie, diese Bibliothek zu erhalten und weiter auszubauen.
Im Buch suchen
Kapitel 109
Ds Schwizerbuebe Schwizerfreud.
Heh, wie die Gemschli so lustig springe
Und i de Flüehne d'Bärgamsle singe!
Heh, wie das Chälbeli tanzt im Gras!
Sälber no ds Chueli, wär glaubti das!
Frylich, mir chunnt uf der Alp o settigs, –
Keinen im Tälti weiß nadisch wettigs, –
Mir chunnt es gleitig i myner Füeß;
D'Milch u der Ziger sy gar so süeß!
Sunne steit uuf, u Sunne geit nider;
Viles verleidet mer, Eis freut mi wider:
Dä wo die Bärge het gstellt, die Pracht,
Dä het o mi für die Bärge gmacht.
Niemer syg gschulte, ke Mensch verschraue!
Jede mag ds Beste sym Ländli traue;
Aber e Schwizer isch o ne Gsell:
Schwizer hei Chraft, hei Ehr u Gfell.
Gschauet, äb öppis si gälte müeße:
D'Sunne chunnt geng si voruus cho grüeße,
We si am Morge i ds Tagwärch steit,
We si de Lüte Gottwillche seit.
U si möcht z'Abe nit hei ga nücke,
Luegti si nit dur die letsti Lücke,
Bhüeteti nit, wien es früntlichs Chind,
Rüeft em sy Mueter i ds Bettli gschwind.
Luft hei mer gsundi, früsch, userläse;
Hei gar es herrliguets Wasserwäse:
Wyt derduruse trinkt Alls dervo;
D'Wält würd verschmachte, wenn's nit tät cho.
Chrütli de wachsen is wunderchreftig;
Würzen, es blanget drum Mänge heftig;
Dokter u Schärer, uf füfzig Stund,
Mache die Chränkste mit stark u gsund.
Aber es Völkli de z'Vollem hei mer!
Numen es Stückelti rüehme wei mer:
Stellet's i Chrieg, und es steit wie Flüeh;
Treuer als Gold isch's i Not und Müeh!
Blybt's uf de Bärge deheim im Fride,
Läbt es, vo Chyb u vo Chummer gschide,
Fröhlich mit Wenig bim Hirtespil.
Heige die Andere Schöns u Vil!
Sött den es Buebi, wie üsereine,
Nit es chlys Bitzeli doch si meine,
Daß me 's e Schwizer cha grüeße, heh?
Mag me grad öppis Gfreuters gseh?
Wäger, der Himel git's so nit Alle!
Mir isch mys Gschickli gar fryns doch gfalle:
Bin ig der Gringsti vo Schwizere scho,
Liebers chönnt nüt i der Wält mer cho!
J. R. Wyß (Bern).
*