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Briefe – Band II

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von Katharina Elisabetha Goethe

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Kapitel 166

402. An Esther Stock.

v. H. d 9ten May 1808

Liebe Freundin!

Gestern hielte der Feuer und heute der Wasser Regen mich ab dir in Persohn mein Hauben anliegen zu eröffnen – verzeihe die Mühe, und höre bedächtlich und aufmercksam zu!! Von meinem beykommenden Machwerck hätte ich gern eine Haube nach dem voriges Model – weiß Band versteht sich – auch mögte ich sie gern bald haben im fall die demoiselle die weite und länge nicht mehr im Gedächtnüß hätte; so steht eine Musterhaube zu dinsten. Beykommenden Filosch laße waschen – Behalte Lieb deine treue Freundin –

Goethe.

Jetzt ein Wort – eine Frage – wie befindet sich mein Lieber Freund Stock?? Ich hoffe Ihn bald wieder so munter – Vergnügt und heiter wie ehemahls zu sehen! Hertzliche – freundliche Grüße an meinen vortreflichen Freund! Käthgen und Rikgen und Carl nicht zu vergeßen – noch einmahl Lebt wohl!