Plattdeutsche lyrische Gedichte
MeistgelesenVerlag: Verlag von Lipsius & Tilcher | Jahr: 1906
Wenn Sie das Buch lieber in der Hand halten möchten, können Sie es hier erwerben:
Oder laden Sie das Buch kostenlos als E-Book für Ihren E-Reader herunter:
Wie verwende ich eine EPUB-Datei?EPUB herunterladen
„Plattdeutsche lyrische Gedichte“ als E-Book für Ihren Reader.
Projekt Gutenberg unterstützen
Ihr Download startet.
Projekt Gutenberg lebt davon, dass Literatur frei zugänglich bleibt.
Mit Ihrer Unterstützung helfen Sie, diese Bibliothek zu erhalten und weiter auszubauen.
Im Buch suchen
Vörsummer
Wenn de Drossel eerst fleut,
Un de Bokfink all sleit.
Wenn de Lurken all trillert an'n Heben,
Un wenn Pingsten ni wit,
Wat en Tid! wat en Tid!
Wat en Lust! wat en Freud! wat en Leben!
Op de Koppeln so bunt
Kamt de Blom ut'n Grund,
Brust dat Korn, scheet de Planten un Paten;
Un in Knicken un Tun
Hüppt de Vageln, to bu'n,
Hangt de Dornbüsch, mit Sneeblom begaten.
Un in't Holt, – wa dat waßt!
Kummt dat Moos, kummt dat Gras,
Kamt de Lilgen hellfröhlich darünner;
Schient de Böken so grön,
Wüllt de Oschen all blöhn,
Lopt na Möschen un Maiblom de Kinner.
Wat en Tid, wat en Tid,
Is eerst Pingsten ni wit!
Wat en Leben, so wunnerbar selig!
Un de Leevde is kamn, –
Un för Sorgen un Gram
Is keen Platz op de Welt mehr so fröhlich!
Ward dat Hart doch so vull.
Als wenn't Summer warrn wull
Ock dar binn', – un de Blom harrn all dreben;
Lat't man blöhn, – lat't man blöhn!
Ach, de Welt is so schön!
Is so schön! – un so kort is dat Leben!
*