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Die Facezien des Poggio Fiorentino

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von Gian Francesco Poggio Bracciolini

Verlag: Georg Müller | Jahr: 1906 | Übersetzer: Hanns Floerke

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Kapitel 9

7. Von einem Bischof zu Pferd.

Ich ging eines Tages zum Palast des Papstes. Da ritt einer unserer Bischöfe vorbei und war offenbar stark von seinen Gedanken in Anspruch genommen, denn er wurde nicht gewahr, daß ihn jemand entblößten Hauptes grüßte. Dieser, der glaubte, er werde aus Hochmut oder Dünkel nicht beachtet, sagte darauf: »Der da hat nicht etwa die Hälfte seines Esels zu Hause gelassen, sondern führt ihn ganz mit sich.« Er wollte damit sagen, daß der ein Esel sei, der einen höflichen Gruß nicht erwidere.