← Zurück zur Startseite

Die Facezien des Poggio Fiorentino

Meistgelesen

von Gian Francesco Poggio Bracciolini

Verlag: Georg Müller | Jahr: 1906 | Übersetzer: Hanns Floerke

Wenn Sie das Buch lieber in der Hand halten möchten, können Sie es hier erwerben:

Oder laden Sie das Buch kostenlos als E-Book für Ihren E-Reader herunter:

Wie verwende ich eine EPUB-Datei?
Kapitel 29

27. Von der schwangeren Schwester eines Bürgers von Konstanz.

Um zu zeigen, nach welcher Art von Freiheit viele Mitglieder des Konzils zu Konstanz verlangten, erzählte ein vornehmer britannischer Bischof in einer großen Versammlung von Prälaten folgende Tatsache: »Es lebte in Konstanz ein Bürger, dessen ledige Schwester geschwängert worden war. Als dieser die Anschwellung ihres Leibes entdeckte, ergriff er ein Schwert und fragte sie, indem er Miene machte, sie zu durchbohren, was das zu bedeuten habe, und woher das komme. Bestürzt rief das Mädchen, das sei das Werk des Konzils, das Konzil habe sie schwanger gemacht. Als der Bruder dies hörte, nahm er, teils aus Angst vor dem Konzil, teils aus Ehrfurcht vor ihm, Abstand davon, seine Schwester zu bestrafen. Während die übrigen nach Freiheit in andern Dingen trachteten, stellte er die Freiheit zum Koitus an die Spitze.« 36