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Die Facezien des Poggio Fiorentino

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von Gian Francesco Poggio Bracciolini

Verlag: Georg Müller | Jahr: 1906 | Übersetzer: Hanns Floerke

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Kapitel 239

237. Von einem Pfaffen und einem Laien, der ihn überraschen wollte.

Ein Pfaffe lag am hellen Tage bei der Frau eines Bauers im Bette, unter dem der Bauer 235 versteckt lag, um ihn auf der Tat zu ertappen. Als nun der Pfaffe, vielleicht infolge zu angestrengter Arbeit, in eine Art von Ekstase verfiel und ohne zu ahnen, daß der Bauer unter dem Bette verborgen lag, ausrief: »Oh! mir ist, als sähe ich die ganze Welt vor mir aufgerollt!« ließ sich der Bauer, der tags zuvor seinen Esel verloren hatte und den Schimpf plötzlich vergaß, vernehmen: »O! schau dich bitte um, ob du nicht vielleicht irgendwo meinen Esel entdeckst!«