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Die Facezien des Poggio Fiorentino

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von Gian Francesco Poggio Bracciolini

Verlag: Georg Müller | Jahr: 1906 | Übersetzer: Hanns Floerke

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Kapitel 20

18. Es beklagt sich jemand bei Facino Cane wegen eines Diebstahls.

Vor Facino Cane, der ein grausamer Mann und dabei einer der hervorragendsten Heerführer unserer Zeit war, führte jemand Klage, einer seiner Soldaten habe ihm unterwegs den Mantel geraubt. Facino, dem es nicht entgangen war, daß der Beraubte ein schönes Wams anhatte, fragte ihn, ob er dieses Kleidungsstück getragen habe, als er geplündert wurde. Jener bejahte. »Dann mach, daß du fortkommst,« rief Facino, »der dich ausgeraubt haben soll, ist gewiß keiner von meinen Soldaten gewesen; denn keiner von denen hätte dir je ein so schönes Wams gelassen!«