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Die Facezien des Poggio Fiorentino

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von Gian Francesco Poggio Bracciolini

Verlag: Georg Müller | Jahr: 1906 | Übersetzer: Hanns Floerke

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Kapitel 164

162. Von einem Venezianer, der auf dem Ritt nach Treviso von seinem Diener einen Steinwurf in den Hintern bekam.

Ein Venezianer, der auf dem Wege nach Treviso war, ritt auf einem Mietsgaul, während 165 sein Diener zu Fuß folgte. Als dieser unterwegs von einem Hufschlage des Pferdes am Schenkel getroffen wurde, ergriff er, vom Schmerz getrieben, einen Stein, um sich an dem Pferde zu rächen, traf damit aber zufällig den Hintern seines Herrn. Dieser aber, der ein dummer Mensch war, glaubte, sein Pferd habe dies getan. Als nun der Diener, der infolge seiner Wunde langsamer lief, von ihm gescholten wurde und sagte: »Ich kann nicht schneller gehen, das Pferd hat mich geschlagen und ich habe Schmerzen,« rief er: »Laß dichs nicht verdrießen, das Biest hat das so an sich, wie mir scheint; denn auch mir hat es einen heftigen Hufschlag in's Gesäß gegeben.«