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Die Facezien des Poggio Fiorentino

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von Gian Francesco Poggio Bracciolini

Verlag: Georg Müller | Jahr: 1906 | Übersetzer: Hanns Floerke

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Kapitel 149

147. Rede eines Narren.

Ein Mann aus Rom, den ich kannte, stieg einmal auf eine Mauer, die sich aus einem Röhricht 151 erhob, und begann, als rede er zu einer Volksversammlung, zum Rohr zu sprechen und sich über die Geschäfte der Stadt auszulassen. Und während er so sprach, fingen die Büschel des Schilfs an sich unter einem leichten Luftzuge zu neigen. Der Narr, der sich einbildete, die Schilfrohre seien Menschen, die ihm für seine Rede Beifall spendeten, sagte da: »Zuviel der Gunst, Ihr Herren Römer, ich bin der geringste unter Euch!« Dieses Wort wurde von da ab sprichwörtlich.