← Zurück zur Startseite

Georg Bötticher: Gedichte

von Georg Bötticher

Jahr: 2017

Wenn Sie das Buch lieber in der Hand halten möchten, können Sie es hier erwerben:

Oder laden Sie das Buch kostenlos als E-Book für Ihren E-Reader herunter:

Wie verwende ich eine EPUB-Datei?
Kapitel 28

Luther und Melanchthon

Denkmal von Schilling un Bronce aufn Johannesblatz

So sehr se meinen Gunstgefiehl behagen –
(Mer gann de Ähnlichgeet nich weider dreiwen!)
Eens werd mer ewig dran ä Rätsel bleiwen:
Was will Melanchthon wohl zu Luthern sagen?

Will ern um änne Biwelstelle fragen?
Will er den Freind – von seinen Sitz verdreiwen?
Beinah – (so schwer mersch werd, es hinzuschreiwen) –
Mecht ich das letztre zu behaubden wagen.

Nur freilich: Seh ich Luthern so behaglich
Dahingebratscht – da scheint mersch mehr wie fraglich,
Daß där aus seinen Lähnstuhl sollte gehn!

's werd jedenfalls ä längkliches Vergniegen!
Ehr de, Melanchthon, dän wärscht runterkriegen,
Ich ferchte sehr – da gannst de lange stehn!