Islandfischer
Verlag: Verlag von Emil Strauß | Jahr: 1898 | Übersetzer: Carmen Sylva.
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V.
Sie kamen heim, die Isländer. Zwei am zweiten Tage, vier am nächstfolgenden und dann zwölf in der folgenden Woche. Und mit ihnen kam die Freude in das Land zurück; es war ein Fest bei den Frauen, den Müttern; ein Fest auch in den Schenken, wo die schönen Mädchen von Paimpol den Fischern den Wein kredenzen.
Die Leopoldine war unter den Nachzüglern; es waren ihrer noch zehn, die fehlten; sie konnten nicht mehr lange ausbleiben, und Gaud dachte, daß in der äußersten Frist von zehn Tagen, die sie sich setzte, um keine Enttäuschung zu haben, Yann da sein würde; Gaud war im süßesten Rausche der Erwartung und hielt die Haushaltung recht ordentlich, reinlich und nett, um ihn zu empfangen.
Als Alles geordnet war, blieb ihr nichts mehr zu thun, und außerdem hatte sie den Kopf nicht mehr recht beisammen in ihrer Ungeduld.
Drei Nachzügler kamen an und dann fünf. Nur zwei fehlten noch immer beim Appell.
»Nun,« sagte man ihr lachend, »dies Jahr ist's die Leopoldine oder die Marie-Jeanne, die die Heimkehrbesen auflesen werden.«
Und Gaud lachte auch, und war belebter und schöner in der Freude der Erwartung.