Gedichte
Verlag: J. G. Cotta'schen Buchhandlung
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Schwermüthige Stimmung.
Traurig seh' ich hinaus in's frische Getümmel des Lebens,
Trauriger schau' ich auf mich, denke der Lage ich nach.
Heiter beginnet von Neuem ein Tag, es leuchtet die Sonne,
Aber der herrliche Glanz, ach! er verfinstert den Geist.
Fliehen möcht' ich die Menschen, in Einsamkeit ruhig verweilen.
Bis das Leben vorbey, wieder ich bin, der ich war.
Doch der Sommer entfliehet, es schwinden die Tage der Jugend;
Düster vergingen mir viel, wenige, die mich beglückt.
Ueberlassen der Pein, ihr möcht' ich mich gänzlich ergeben,
Schwermuth ist mein Genuß, jetzo der einzige mir.
Nacht ist mein Tag nun; glücklich, wenn friedlicher Schlummer mich fesselt,
Träume vorüber mir ziehn, frey von der Wirklichkeit Qual;
Mit dem Tage da kehret zurücke die schreckliche Wahrheit,
Nur in der Täuschung allein lebe ich einzig beglückt.