Karl Simrock: Die Edda
MeistgelesenVerlag: Verlag der J. G. Cotta'schen Buchhandlung | Jahr: 1878
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26. Brot af Brynhildarkvidhu. Bruchstück (?) eines Brynhildenliedes.
26. Brot af Brynhildarkvidhu.
Bruchstück (?) eines Brynhildenliedes.
Högni. | ||
Wie bist du, Gunnar, Giukis Erzeugter, | ||
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Mir hat Sigurd Eide geschworen, | ||
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Dich hat Brynhild Böses zu thun | ||
Sie brieten Wolfsfleisch, den Wurm zerschnitten sie, | ||
Gesunken war Sigurd südlich am Rhein: | ||
Außen stand Gudrun, Giukis Tochter; | ||
Allein wars Högni, der Antwort gab: | ||
Da sprach Brynhild, Budlis Tochter: | ||
»Nicht frommt' es, herschte der Fürst noch länger | ||
Da lachte Brynhild, die Burg rings erscholl; | ||
Da sprach Gudrun, Giukis Tochter: | ||
Am tiefen Abend – getrunken war viel | ||
Die Füße bewegt' er, sprach viel mit sich selbst; | ||
Brynhild erwachte, Budlis Erzeugte, | ||
»Grimmes sah ich, Gunnar, im Schlaf: | ||
»So gänzlich, Gunnar, vergaßest dus, | ||
»Klar ward es erkannt, da geritten kam | ||
»Das Schwert legte, das goldgeschmückte, | ||
Sie schwiegen Alle still bei dem Wort. | ||
Hier ist in dem Liede gesagt von dem Tode Sigurds. Und geht es hier so zu als hätten sie ihn draußen getödtet; aber Einige erzählen so, daß sie ihn erschlugen drinnen in seinem Bette, den schlafenden. Aber deutsche Männer sagen, daß sie ihn erschlugen draußen im Walde. Und so heißt es im alten Liede von Gudrun, daß Sigurd und Giukis Söhne zum Thing geritten waren, als sie ihn erschlugen. Aber das sagen Alle einstimmig, daß sie ihn treulos betrogen und ihn mordeten liegend und wehrlos.