Lafontaines Fabeln
MeistgelesenVerlag: Georg Bondi | Jahr: 1913 | Übersetzer: Ernst Dohm
Wenn Sie das Buch lieber in der Hand halten möchten, können Sie es hier erwerben:
Oder laden Sie das Buch kostenlos als E-Book für Ihren E-Reader herunter:
Wie verwende ich eine EPUB-Datei?EPUB herunterladen
„Lafontaines Fabeln“ als E-Book für Ihren Reader.
Projekt Gutenberg unterstützen
Ihr Download startet.
Projekt Gutenberg lebt davon, dass Literatur frei zugänglich bleibt.
Mit Ihrer Unterstützung helfen Sie, diese Bibliothek zu erhalten und weiter auszubauen.
Im Buch suchen
12. Die Sonne und die Frösche
Froh war das Volk bei des Tyrannen Hochzeitsreigen,
Und seine Sorg' ertränkt's in Wein.
Äsop allein fand, daß die Leute töricht sei'n,
So große Freude drob zu zeigen.
Der Sonne – sagte er – fiel's eines Tages ein,
Mit Eheplänen sich zu tragen.
Alsbald hört von des Teichs Bewohnern man ein Schrein,
Ihr Schicksal hört man sie beklagen
Einstimmig und aus voller Kraft:
»Was wird aus uns, kriegt sie Nachkommenschaft?
Mit Not erträgt man nur der einen Sonne Segen;
Ein halbes Dutzend würde trocken legen
Das Meer und alles, was drin wohnt. Wie schauderhaft!
Fahr' wohl nun, Schilf und Sumpf! Um uns ist es geschehen,
Zum Styx wird unser Stamm bald gehen!«
Mich dünkt, für solch ein armes Tiergeschlecht
War, was der Frösche Volk geurteilt, nicht ganz schlecht.