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Gustav Schwabs Gedichte

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von Gustav Schwab

Verlag: Verlag von C. Bertelsmann | Jahr: 1882

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Kapitel 30

Wandre – Andre.

1829

Ruhen ist so süß! doch: wandre,
Wandre! heißt des Schicksals Wort.
Ruhen ist so süß! doch andre,
Andre dehnen sich im Port.

Was du suchest, haben andre,
Andre ziehen den Gewinn;
Laß die Hoffnung, wandre, wandre
Ohne Wunsch durchs Leben hin!

Bist du lebensmüd? ach andre,
Andre scharrt man drüben ein:
Du mußt weiter; wandre, wandre,
Quäle dich durch Schaum und Schein!

Fesselt dich der Schimmer? wandre!
Lebst du wieder gern? jetzt stirb!
Leben dürfen andre, andre!
Willst du zweimal blühn? verdirb!