Auf den Strömen der Welt zu den Meeren Gottes
MeistgelesenVerlag: Fritz Eckardt Verlag | Jahr: 1908
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Wintertag.
Die Bäume weinen mit den nackten Ästen,
Gerührt vom Wind, der aus den Nebeln sprang,
Wildaufgeschreckt, mit heißen, angstgepreßten
Wehschreien, wie vor seinen bleichen Gästen
Macbeth mit den Gespenstern wimmernd rang.
Die tiefen Wolken schleifen mit den Säumen
Schier in die Wege, die mein Schritt begeht,
Sie reden raunend mit den alten Bäumen:
Man müßte kühnlich Frühlingsträume träumen,
Wo schon der Tod als erzner Sieger steht.
Der Vogelzwitscherlaut stirbt abgerissen,
Ratlos verzerrt und irrt und weint und bebt.
Es ist vorbei mit Singen und mit Küssen.
Die noch vom Mai ein süßes Sagen wissen,
Das sind die Seligen: denn ihr Sterben lebt.