Friedrich Hölderlin: Gedichte
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Gesang des Deutschen
Vis consilî expers mole ruit sua;
Vim temparatam Di quoque provehunt
In majus.
Horat.
O heilig Herz der Völker, o Vaterland! Sie ernten den Gedanken, den Geist von dir, Du Land des hohen ernsteren Genius! Doch magst du manches Schöne nicht bergen mir; An deinen Strömen ging ich und dachte dich, Und an den Ufern sah ich die Städte blühn, Kennst du Minervas Kinder? sie wählten sich Wenn Platons frommer Garten auch schon nicht mehr O heilger Wald! o Attika! traf Er doch Doch, wie der Frühling, wandelt der Genius Den deutschen Frauen danket! sie haben uns Wo sind jetzt Dichter, denen der Gott es gab, Nun! sei gegrüßt in deinem Adel, mein Vaterland, Noch säumst und schweigst du, sinnest ein freudig Werk, Wo ist dein Delos, wo dein Olympia, |