Niederdeutsches Balladenbuch
MeistgelesenVerlag: Verlag von Georg D. W. Callwey | Jahr: 1925
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De Lehnseed
(20. Juni 1559)
Se leegn dor to slapen so still un so bleek
Öwer 't Feld, als de daalhauten Böem;
Un de Lurken, de sungen ehr den Graffgesang, –
Un de Summer, de streu ehr de Blöem.
Dat Land weer erobert; in Trümmer leeg Heid';
Un de dor an 't Leben noch weern,
Bi Loh upp de Koppel, dar drebn se se hin, –
Veer dusend, – un leten se sweer'n.
Se weern so ruhig, se sä'n keen Woort;
Un doch so vull Kummer un Weh!
Un als de Prester dat Teken ehr geev,
Dar sacken se all in de Knee.
Dar gung wull de Bossen, – dar sloog wull dat Hart!
Dar stunn wull de Ogen vull Traan!
Dar wünsch sick wull mennig een nicks als den Dood
Un nümmermehr optostahn!
Un se wanken na Huus hin, – so still, als se keem'n;
So still, als se kneet harrn bi Loh; –
Un se bröchen ehr doden Bröders to Eer –
Un de Frieheit – de Frieheit darto!
Johann Meyer