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Niederdeutsches Balladenbuch

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von Anthologien

Verlag: Verlag von Georg D. W. Callwey | Jahr: 1925

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Kapitel 106

Veerspält

De Buren söpen! De Welt hör jüm!
Se smeten Dischen un Gläser üm.

De Korten fülln, de Dalers rulln,
Se günsen as Swien un bölken as Bulln.

Hankensbuur güng in sien Taschen tokeer,
Harr allens verspält, he fünn nicks meer.

He bölk: »Keen sett hunnert Daler von jou?
Ik sett dorgegen een Nacht bi mien Frou!«

Dor hewt se as dulle Düwels gröhlt,
Un Hankensbuur – de hett verspält.

Een Höllenlärm ... Un de een, de juuch:
»Nu kumm un wies mi dien Frou eer Puuch!«

De beiden störmten dörch de Nacht
Un toowten un schreen as de wille Jagd.

Se pedden de Dören in mit 'n Fout;
De Frou schree Hölp in Angst un Noot.

Se packen eer an, se het mit jüm rung'n,
Se leten nich na un hewt eer dwung'n.

Denn hewt se de letzten Sinn verlor'n,
Se fülln an de Eer un snuurkten as Bor'n.

De Füerlarm is dörch de Dörpschaff gaan:
Up Hankenshoff sitt de rode Haan!

»Helpt! Helpt!« – To laat is de Hölproup kaam',
De Hankenshoff bröek in de Glout tosaam.

Bet up de Muren brenn allens aff ...
Dree Minschen fünnen een glöünig Graff – –

Ludwig Langeloh

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